Indien - Spiti - Lahaul

Überland-Expedition durch das unbekannte Spiti, Lahaul und Kulu mit Allrad
Unterwegs im indischen Himalaya-Staat Himachal Pradesh
Landschaftswunder und Kulturgeschichte im Grenzgebiet zu Tibet
Urtümliche buddhistische Klöster und traditionelle Dörfer in Spiti
Übernachtungen vorwiegend in einfachen Gästehäusern
Passhöhen bis zu 4.590 m

Delhi - Simla - Sarahan - Sangla - Nako - Tabo-Kloster - Kaza - Keylong - Udeypur - Manali - Mandi

Erst seit einigen Jahren ist die Region Spiti, heute ein Distrikt des indischen Staates Himachal Pradesh, besuchbar. Seine "sensitive" Nähe zu Tibet, zumal die politische Gebietszugehörigkeit in einigen Teilen zwischen Indern und Chinesen umstritten ist, veranlaßte die Inder dazu, Spiti bis in die jüngste Zeit dem internationalen Tourismus nicht zu öffnen. Anders war dies mit Lahaul, das als Anhängsel von Ladakh und Zanskar bereits Mitte der siebziger Jahre von internationalen Besuchergruppen bereist werden durfte. Heute zählen Spiti und Lahaul - zusammen mit Ladakh, Bhutan, Sikkim und weiten Teilen Tibets - zu den wirklichen Landschaftsparadiesen, die sich im Verlauf der Gebirgskette des Hoch-Himalaya aneinanderreihen. Doch mehr noch zählen bei einigen Reisefreunden die Substanz an Kulturgeschichte, an Zivilisation, die anthropologischen Attraktionen, die in Spiti-Lahaul einsehbar und erlebbar sind. Hier leben vorherrschend Tibeter - wenn auch nicht alle im strengen ethnologischen und religionswissenschaftlichen Sinne Tibeter sind.

Reiseverlauf

1. Tag: SO Hinflug Delhi

Abflug von Frankfurt nachmittags, Linienflug nach Delhi.

2. Tag: MO Delhi - Simla FA

Kurz nach Mitternacht Ankunft in Delhi, Transfer zu einem Hotel in Flughafen-Nähe für die (kurze) Ankunftsnacht. Nach dem Frühstück Abfahrt von Delhi nach Simla (365 km), wo wir abends ankommen. ***Hotel (2 Nächte).

3. Tag: DI Simla FA

Aufenthaltstag in Simla, der zu Bergwanderungen genutzt werden kann. Die nächsten Tage unterwegs in Spiti, topographisch ein langes Tal, durch das der Spiti-Fluss fließt. Dieser Fluss entspringt am Fuße der Kunzam-Bergkette, die Spiti und Lahaul voneinander trennt. Der Kunzam-Pass, immerhin 4590 m hoch, muss bei der Einfahrt und/oder Ausfahrt nach/von Spiti überquert werden. Spiti ist ein wahres Landschaftswunder, eine Bergwüste von faszinierender Formation. Durch fast völligen Ausfall von Niederschlägen kann sich kaum eine Vegetation auf dem felsigen Boden entwickeln. Spiti ist exakt so, wie man sich eigentlich Tibet, das Hochplateau von Tibet und seine nackten Felswände, vorstellt.

4. Tag: MI Sarahan FMA

Das Tal des Sutlej, der zu den fünf Punjab-Flüssen zählt und dessen Quelle sich am Fuß des heiligen Berges Kailas befindet, fahren wir entlang bis Sarahan, auf einer Höhe von 1.920 m gelegen. Einfaches Gästehaus.

5. Tag: DO Sangla-Tal FMA

Weiterfahrt in das Sangla-Tal hinein. Im Hintergrund der 6.050 m hohe Gipfel des Kinner Kailash. Am Nachm. besuchen wir den Kamakshi Tempel im Dorf Kamru. Unser Gästehaus in Sangla (2.690 m).

6. Tag: FR Kalpa FMA

Heute Fahrt nach Chitkul (3.450 m), in unmittelbarer Nähe der tibetischen Grenze. Gegen Abend erreichen wir Kalpa, auf einer Höhe von 2.960 m gelegen. Übern. im Gästehaus.

7. Tag: SA Nako FMA

Frühmorgens ein Spaziergang zum Sonnenaufgang, schöner Blick auf den Kinner Kailash. Über Akbar Weiterfahrt nach Nako (2.950 m), größtes Dorf des Kinnaur-Tals, mit einem sehenswerten Kloster. In Nako unser Gästehaus.

8. Tag: SO Tabo FMA

Heute Fahrt zum 70 km entf. Tabo-Kloster, das bekannteste Kloster Spitis. In dem ca. 1000 Jahre alten Kloster leben heute noch 60 Mönche. Wegen der herrlichen Fresken im Innern wird es auch "Ajanta der Himalayas" genannt. Unser Gästehaus heute in Tabo.

9. Tag: MO Kaza FMA

Besuch von Dankhar (3.890 m), der traditionellen Hauptstadt des Spiti-Tals. Weiter bergauf zum Dorf und Kloster Lalung, auf einer Höhe von 4.200 m, und das Spiti-Tal flussaufwärts zum Distrikt-Hauptort Kaza. 3 Nächte im Gästehaus.

10. Tag: DI Kaza FMA

Mehr als sieben Monate, während des Winterhalbjahres, ist Spiti von der Außenwelt abgeschnitten. Das bestimmt den Lebensrhythmus seiner Bewohner, nämlich die Nahrungsvorsorge während der sog. Sommermonate und das Verwiesensein auf die eigene Behausung während der kalten Monate. Dennoch hat auch in Spiti die moderne Zivilisation Eingang gefunden, mit Bussen, Geländewagen, Lastwagen, mit Radio und Militär. Heute ein Ausflug in das idyllische Tal des Pin-Flusses. Die Tempel von Gungri sind die ältesten der Nyingma-pa-Sekte.

11. Tag: MI Kaza (Kye/Kibber) FMA

Besuch des nahen Kye mit seiner Gompa des Flammenden Trishul, eine Goldarbeit auf einer Schädel-Skulptur. Unvergesslich die exponierte Lage dieses Klosters auf einer Klippe. Auch besuchen wir Kibber, das höchstgelegene Dorf Spitis (4.400 m). Rückfahrt nach Kaza.

12. Tag: DO Keylong FMA

Über Losar geht die steile Pass-Straße hinauf zum Kunzam-Pass (4.550 m), Eingangstor nach Spiti von Lahaul aus. Nach Überwindung der Passhöhe gelangen wir über Batal nach Keylong, dem Distrikt-Hauptort von Lahaul (3.350 m). 2 Nächte in einem einfachen Hotel.

13. Tag: FR Keylong (Udeypur) FMA

Heute ein Ausflug nach Udeypur, einem wichtigen Pilgerziel für Hindus und Buddhisten, mit dem Mrikula Devi-Tempel. Unterwegs Besuch von Triplokpur am Ufer des Chandrabagha-Flusses, hier der Trilokinath-Tempel.

14. Tag: SA Keylong - Manali FMA

Besuch der 4 km von Keylong entfernten Khardong Gompa, ein 900 Jahre altes Kloster des Gelukpa-Ordens mit schönen Fresken und einer Sammlung alter Schriften. Anschl. überqueren wir den Rothang-Pass (3.913 m), der Lahaul vom übrigen Indien und auch kulturhistorisch West-Tibet von Indien trennt, und gelangen nach Manali (2.050 m), einfache Hotelunterbringung (2 Nächte).

15. Tag: SO Manali FMA

Besichtigungen in Manali und Umgebung. Wir sehen u.a. Old Manali, Naggar Castle, die heißen Quellen von Vashist und wandern zum Hadimba Devi-Tempel.

16. Tag: MO Mandi FMA

Das Tal des Beas-Flusses entlang gelangen wir nach Mandi (750 m). In Mandi Bes. der kulturhistorisch einzigartigen mittelalterlichen Hindu-Tempel, für die dieser Ort berühmt ist. Einfaches Hotel.

17. Tag: DI Chandigarh - Delhi FM

Fahrt nach Chandigarh (210 km), von hier gegen Abend Rückfahrt mit dem Schnellzug "Shatabdi Express" nach Delhi, wo wir spätabends ankommen. Vom Bahnhof aus direkter Transfer zum Internat. Flughafen, Abflug nach Mitternacht.

18. Tag: MI Rückflug - Ankunft

Rückflug Delhi - Frankfurt mit Ankunft morgens.

Generelle Hinweise

Impfungen:

nicht vorgeschrieben

Zur Expedition:

Obwohl auch in Spiti inzwischen der Fortschritt in Form von Elektrizität, Fernsehen und Telefon Einzug gehalten hat, wird das tägliche Leben in den Dörfern auch heute noch vom Buddhismus dominiert, der Lebensstandard ist noch immer recht bescheiden. Die Straßen sind holprig und schlecht und nur mit Geländewagen zu befahren: also nur im Rahmen einer Expeditionstour zu "erfahren".
Wir konzentrieren uns auf einen ausgedehnten Besuch von Spiti und Lahaul. Etwa 5 Tage haben wir für Spiti vorgesehen. Dahin gelangen wir über Simla, einstige Sommerhauptstadt der britischen Kolonialregierung, ein idyllisches Bergstädtchen in den Vorbergen des Himalaya. Im Anschluss an Spiti dann etwa 3 Tage Lahaul und abschließend ein Kurzaufenthalt im Kulu-Tal.

Anforderungen an die Teilnehmer (Grad 2):

Die Expedition profitiert von einem Höchstmaß an Kameradschaftsgeist, Toleranz und Begeisterungsfähigkeit auf seiten der Teilnehmer. Sie ist nicht übermäßig anstrengend. Komfortverzicht durch die Übernachtungen in zum Teil einfachen Gasthäusern. Ausrüstung: Seesack für das Hauptgepäck und Tagesrucksack für unterwegs. Evtl. aus hygienischen Gründen ein eigener Schlafsack.

Zusätzliche Leistungen Preis in €
Innerdt. Anschlussflüge 50
Vergünstigte LH-Anschlussflüge ab/bis Wien auf Anfrage

BUCHEN / VORMERKEN

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